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CD-Bestellung |
Preußischer Barock
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Hörbeispiel
CD-Besprechungen:
"Concerto - Das Magazin für Alte Musik", November 2003
"Das
Orchester", Mai 2004 |
Friedrich
II. (1712-1786)
Sinfonie Nr. 1 G-Dur
Johann Joachim Quantz
(1697-1773)
Flötenkonzert A-Dur
Carl Heinrich
Graun (1703-1759)
Sinfonia C-Dur
Christoph Schaffrath (1709-1763)
Ouvertüre d-Moll
Carl Philipp Emanuel
Bach (1714-1788)
Cellokonzert A-Dur Wq 172 |
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Die Begeisterung Friedrichs II. für Philosophie,
Literatur und Musik und seine persönlichen Fähigkeiten als Flötist
und Komponist führten zu einer regelrechten musikalischen Blütezeit
Berlin-Brandenburgs und der Entwicklung der Metropole zu einer der musikalischen
Hochburgen im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Konnte die musikalische
Elite nach der Krönung des Musen-Kaisers im Jahre 1740 ohne Einschränkung
das förderliche Klima im Umfeld des musischen Herrschers genießen,
so profitiert nun im nachhinein auch der Hörer von diesem preußischen
Kulturnachlass.
Bezeichnend für den preußischen Barock
legte Friedrich II. in seinen Werken mehr Wert auf die Erfüllung stilistischer
Normen, die er vor allem der italienischen Musik entlieh. Für die CD
wurde seine Sinfonie Nr. 1 G-Dur eingespielt, obwohl er selbst einen Großteil
seiner kompositorischen Konzentration auf das Schreiben von Solosonaten
und Konzerten für die Flöte legte, die er selbst in virtuoser
Perfektion beherrschte.
Auch
sonst war es natürlich für die Musiker und Komponisten, die sich
bei Hofe um Ihren Herren versammelten nicht leicht, aus dessen Schatten
zu treten. Einer, dem dies gelang, war Friedrichs Flötenlehrer und
Kammermusiker sowie Komponist Johann Joachim Quantz, dessen Flötenkonzert
A-Dur hier zu hören ist.
Überhaupt
zog Friedrich II. umfassend Nutzen aus seinen Hofmusikern. So war Carl Heinrich
Graun, dessen Sinfonia C-Dur hier vorliegt, als Kammermusiker und gleichzeitig
als Kompositionslehrer beschäftigt. Während Graun ein Vertreter
des italienischen Stils war, folgte der Cembalist Christoph Schaffrath eher
dem französischen Vorbilde, was man bei der Ouvertüre d-Moll schon
am Titel erkennen kann.
Einer
der wenigen, die aus der preußischen Tradition musikalischer Korrektheit,
Formerfüllung und Disziplin ausbrachen und unkonventionellere Ansätze
einbrachten, war der Cembalist, Musiklehrer und Komponist Carl Philipp Emanuel
Bach, der dritte Sohn Johann Sebastian Bachs. Obwohl dieser wohl einer der
innovativsten Komponisten und bedeutendsten Musiker Friedrichs gewesen sein
dürfte, hat er doch offiziell nie den Status der Herren Quantz oder
Graun erreicht. Für diese CD wurde sein Cellokonzert A-Dur eingespielt.
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Historische Avantgarden -
Meister des katalanischen Barocks
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Hörbeispiel |
Domènec
Terradellas (1713-1751)
Opernfragmente
Szenen und Arien aus "Sesostri, re d' egitto"
Nocturna procella
Tradita Sprezzata
Josep Fàbrega
(?-1791)
Sinfonia en do major
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Domènec Terradellas, Komponist von Opern
und liturgischen Werken, studierte und wirkte in Neapel, London, Paris und
Rom, wo der seinerzeit weltberühmte Künstler nach dem Mißerfolg
seiner letzten Oper Sesostri ein mysteriöses Ende fand; sein Werk geriet
daraufhin zunächst in Vergessenheit.
Kontrastierend
dazu genoß der in seiner Heimatstadt Barcelona als Geiger und Komponist
kirchlicher und weltlicher Musik erfolgreiche Josep Fàbrega nicht
nur zu seinen Lebzeiten eine hohe Wertschätzung. Die Aufnahme von Werken
der zweier der bedeutendsten Vertreter des katalanischen Barocks produzierte
Concerto Brandenburg zusammen mit dem katalanischen Musikverlag La mà
de Guido.
Von den zu
ihren Lebzeiten in ganz Europa bekannten Komponisten sind leider nur wenige
Werke überliefert. Diese laden jedoch zu einer wichtigen "Wiederentdeckung"
ganz besonderer Barock-Kompositionen ein und skizzieren in dieser Einspielung
in historischer Aufführungspraxis das Profil zweier eigenwilliger Vertreter
vergangener Avantgarden.
Die
CD erfreut sich eines kontinuierlich wachsenden internationalen Verkaufserfolges
und fand auch das Lob der Fachkritik: "Das Concerto Brandenburg unter
der Leitung von Gregor Du Buclet interpretiert […] mit "Originalklang"
und durchweg überzeugender Bravour."
(Das Orchester, 1/2000) |
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Sing-Spiele
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Hörbeispiel |
Antonio
Caldara:
Il Giuoco del Quadriglio
Wolfgang Amadeus
Mozart:
Bastien und Bastienne
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Antonio Caldara: "Il Giuoco del Quadriglio"
Der
Venezianer Antonio Caldara (1670-1736), Komponist zahlreicher Kirchenmusikwerke
und Opern, wurde 1716 Vize-Kapellmeister am Hofe Karls des VI. in Wien.
Die Kammerkantate "Il
Giuoco del Quadriglio" ("Das Kartenspiel") entstand im Jahre
1734 im Auftrage der Kaiserin für eine Aufführung bei Hofe. Die
spätere Kaiserin, Erzherzogin Maria Theresia, sang die Rolle der Clarice
in dem stilistisch zwischen Oper und Kantate situierten Werk.
Wolfgang Amadeus Mozart: "Bastien
und Bastienne"
Die
Aufnahme von Mozarts Jugendwerk "Bastien und Bastienne" erfolgte
in der Interpretation von Concerto Brandenburg unter der Mitwirkung junger
Berliner Nachwuchssänger. |
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